200 Jahre „An Essay on the Shaking Palsy“

GEDENKVERANSTALTUNG

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Wo: Naturhistorisches Museum Wien

Wann: Montag, 22. Mai, 16.00 Uhr

Eine Veranstaltung der Österreichischen Parkinson Gesellschaft und des Naturhistorischen Museums anlässlich des 200-Jahr-Jubiläums der Erstbeschreibung der Schüttellähmung durch James Parkinson.

 

Die wissenschaftliche Erstbeschreibung des Morbus Parkinson durch den gleichnamigen Autor im Jahr 1817 stellt einen Meilenstein in der neurologischen Literatur dar. James Parkinson beschrieb das typische Ruhezittern, die Störung der Feinmotorik, die vorgebeugte Haltung, die für die Erkrankung typische Gangstörung und Sturzneigung sowie den einseitigen Beginn und über Jahre schleichenden Verlauf der Erkrankung präzise. Der französische Neurologe Jean-Marie Charcot erkannte die Bedeutung des Essays 50 Jahre später und benannte die Erkrankung nach James Parkinson. Charcot erkannte motorische Verlangsamung und Muskelsteifheit als weitere Leitsymptome des Morbus Parkinson und führte mit Anticholinergika-hältigen Pflanzenextrakten die erste wirksame Parkinson-Therapie in der westlichen Welt ein. 

Die Veranstaltung wirft einen Blick auf Parkinsons Essay, spannt einen Bogen von den Anfängen bis zur Entwicklung der modernen Parkinsontherapie und zeigt James Parkinson als Mann der Aufklärung und vielfältig interessierten Wissenschaftler. Seine besondere Leidenschaft galt der Paläontologie. Bereits vor seinem heute berühmten Essay über die Schüttellähmung verfasste er mit „Organic remains from a former world“ ein dreibändiges Standardwerk über Fossilien. James Parkinson war 1807 einer der 13 Gründungsmitglieder der Geological Society of London und ist Namensgeber einer Familie von Ammoniten. Das Naturhistorische Museum ist daher ein bestens geeigneter Ort, um des Wirkens von James Parkinson zu gedenken. 

 

Veranstaltungsprogramm:

  • Einführende Worte: Eduard Auff, Univ.Klinik für Neurologie, Med. Universität Wien, Präsident der Österreichischen Parkinson Gesellschaft
  • Die Schüttellähmung aus der Sicht von James Parkinson: Werner Poewe, Univ.Klinik für Neurologie, Med. Universität Innsbruck
  • Von den Anfängen bis zur modernen Parkinson-Therapie: Walter Pirker, Neurologische Abt., Wilhelminenspital, Wien
  • Spuren aus einer früheren Welt – der Paläontologe James Parkinson: Mathias Harzhauser, Naturhistorisches Museum

Der Eintritt ist für Besucher der Veranstaltung frei.

 

Kontakt:

Univ.Prof. Dr. Walter Pirker
Abteilungsvorstand
Neurologische Abteilung Wilhelminenspital
Montleartstraße 37
A-1160 Wien
e-mail walter.pirker@wienkav.at
Tel +43 1 49150 2001
Fax +43 1 49150 2039